Kleiner Grasbook - Hamburgs neue Hafen-Perle nah der Hafencity
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Kleiner Grasbook - Hamburgs neue Hafen-Perle nah der HafenCity

Ein neuer Stadtteil, quasi im Nichts erbaut – das gab’s in Hamburg zuletzt bei der HafenCity. Mehr als 20 Jahre liegen die ersten Planungen für dieses Vorzeige-Quartier inzwischen zurück. Und noch immer ist es nicht ganz fertig. Dennoch plant der Senat bereits den nächsten neuen Stadtteil – nur einen Steinwurf entfernt! Mitten im Hafen, umgeben von Wasser, soll der Grasbrook künftig 6000 Menschen beheimaten.

So könnte Hamburgs neuer Stadtteil Grasbook mit Blick von der HafenCity aussehen. (Foto: hfr)
So könnte Hamburgs neuer Stadtteil Grasbook mit Blick von der HafenCity aussehen. (Foto: hfr)

Städtebaulich gesehen ist es das letzte Filetstück, das unsere Stadt zu bieten hat – entsprechend groß waren in der Vergangenheit die Begehrlichkeiten. Hamburgs Hafenwirtschaft wollte das Areal am Kleinen Grasbrook als Erweiterungsgebiet, der Senat hatte bis vor zwei Jahren noch ganz andere Pläne. Für die Olympiabewerbung 2024 war dort das Olympische Dorf vorgesehen, später sollte auf der Elbinsel ein Vorzeigestadtteil in Sachen Nachhaltigkeit entstehen – mit 8000 Wohnungen. Doch daraus wurde nichts. Beim Referendum Ende 2015 stimmten die Hamburger gegen Olympische Spiele in der Elbmetropole – und legten damit sämtliche Bebauungspläne für den Kleinen Grasbrook auf Eis. Ein neuer Stadtteil direkt an der Elbe, das hielt damals niemand mehr für möglich.

Dann kam der 12. September 2017. Klammheimlich hatte die Stadt die Pläne wieder aufgetaut, weiterentwickelt – und schließlich als stadtentwicklungspolitischer Paukenschlag der Bevölkerung präsentiert: Der Kleine Grasbrook wird doch bebaut – und sogar die Hafenwirtschaft zieht mit! Weil der Senat nach langen, vertraulichen Verhandlungen Zugeständnisse machte – etwa eine ständige Schlick-Beseitigung im Hafenbecken. Das kam an und sorgte sogar für lobende Worte von Hafen-Boss Gunther Bonz: „Auf dem Kleinen Grasbrook wohnen und auf dem Großen Grasbrook arbeiten. Wo gibt es das sonst in einem Hafen?“ Besser könne man beides in der Stadtentwicklung nicht vereinbaren. Dafür hatte der Senat im Vorfeld aber auch kräftig geackert, unter anderem mit der Tschechischen Republik verhandelt. Das Land nutzt eine gemietete Hafenfläche im Bereich des Moldau- und Saalehafens. Innerhalb der nächsten fünf Jahre wird Tschechien nun an den Kuhwerder Hafen umziehen. Damit wurde der Weg frei, um in die Detail-Planungen für den Grasbrook einzusteigen.

Wie das Quartier mal aussehen wird, ist jedoch noch offen. Klar ist nur: Ein Gewerbe-Gürtel soll die Wohnbereiche vom Hafenlärm schützen. Alt-Bürgermeister und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) kündigte vor Monaten einen umfangreichen Bürgerbeteiligungsprozess an. „Das ist ein ganz wichtiger Ort für die Stadtentwicklung“, so Scholz. Etwa 20 Jahre werde es dauern, bis das Quartier in seiner ganzen Blüte zu bestaunen ist – und Hamburg noch ein wenig mehr zusammenwachsen lässt. Denn der Grasbrook soll auch die Stadtteile Veddel und Wilhelmsburg einbinden, damit soll der Sprung über die Elbe gelingen.

Auf einer Fläche von rund 46 Hektar sollen etwa 3000 Wohnungen für 6000 „Grasbroker“ entstehen. Dazu Büros, Gewerberäume und Produktionsstätten für rund 16000 Beschäftigte. Wohnen und Arbeiten in einem Stadtteil, das soll hier möglich werden – auch für jene, die nicht so viel Geld haben. Ein Drittel der Wohnungen wird nämlich auch hier öffentlich gefördert. „Für alle Gebäude werden außerdem hohe Umweltstandards, in Anlehnung an die östliche HafenCity, gelten“, heißt es von der zuständigen HafenCity GmbH.

Der Grasbrook soll ein Innovationsquartier werden. Mit viel Solarenergie und Elektromobilität. Rund 40 Prozent aller Parkplätze sollen mit Ladestationen ausgestattet werden. Dazu soll es eine neue U-Bahn-Station geben. Doch all das kostet, weiß auch die Stadt. Deswegen soll sich die Entwicklung des Stadtteils durch Grundstücksverkäufe selbst finanzieren – genauso wie bei der HafenCity. 

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Foto von Julius Silver von Pexels