Hafen Hamburg: Mit dem  Zoll auf Suche nach Drogen und Schmuggelgut
ADRESSE
Discovery Dock
Am Kaiserkai 60
20457, Hamburg
Anfahrt

Kokain hinter Zahnseide – so  dreist werden Drogen und anderes Schmuggelgut getarnt

Die Rauschgiftfahnder von Zoll und Polizei waren dieses Jahr echt erfolgreich: Bis dato beschlagnahmten sie insgesamt rund 7,14 Tonnen Kokain mit einem geschätzten Straßenverkaufswert von über einer Milliarde Euro. Und das ist längst nicht alles, worauf sie ihre Spürnasen ansetzen.

Waffen, gefälschte Markenturnschuhe, Uhren- und Designertaschen-Plagiate, Zigaretten, Dopingmittel sowie andere Waren, die illegal eingeführt werden sollen – auf all das machen die Zoll-Spezialisten im Hamburger Hafen Jagd. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen werden diese Rekordfunde meistens der Öffentlichkeit präsentiert.

Vom Koffer eines Kreuzfahrtpassagiers bis zum Containerriesen wird alles unter die Lupe genommen. Der Rekordfund an Drogen in diesem Jahr: Koks im Bananencontainer. Im November hingegen versuchten Drogen-Schmuggler das weiße Gift hinter Zahnseide und im VW-Bulli zu verstecken.

Schwer bewaffnete Zollbeamte einer Spezialeinheit (ZUZ) sichern einen großen Kokainfund. (Foto: Sun)
Schwer bewaffnete Zollbeamte einer Spezialeinheit (ZUZ) sichern einen großen Kokainfund. (Foto: Sun)
Auch mit Schnellbooten ist der Hamburger Zoll auf der Jagd nach Schmugglern. (Foto: Sun)
Auch mit Schnellbooten ist der Hamburger Zoll auf der Jagd nach Schmugglern. (Foto: Sun)

Zunehmend zum Problem werden aber Waren, die aus anderen Gründen gesundheitsgefährdend sind:  Kinderspielzeug und Elektroartikel, die nicht den EU-Richtlinien entsprechen und bei Gebrauch Verletzungen nach sich ziehen können.

Zoll-Sprecherin Bianka Gülck: „Grundsätzlich beschäftigen wir uns mit jedem Handelsschiff, das von See her den Hafen anläuft. Meine Kollegen entscheiden aufgrund interner Gesichtspunkte, ob eine Intensivkontrolle gemacht oder ,nur’ in Papiere geschaut wird. Wobei in der Welt der Zöllner auch das Anschauen der Papiere eine Kontrolle ist.“

Zu den Faktoren, die den Job schwierig machen, gehört das stetige Wachstum der Schiffe und der damit verbundene Anstieg an Containern. „Damit eröffnen sich mehr mögliche Verstecke. Man braucht also mehr Menschen oder Zeit für eine intensive Kontrolle“, sagt Gülck und betont, dass man dafür  aber gut aufgestellt sei.

 

Zurzeit hat das Hauptzollamt Hamburg rund 2.000 Stellen. Die wohl größte Veränderung: Geschmuggelt wird heutzutage im großen Stil. Die meisten Seemänner halten sich an die Auflagen. Ahoi!

Hast du Lust bekommen, mehr über den Hamburger Hafen und seine Hintergründe zu erfahren? Dann buche gleich eine Tour im Discovery Dock.

Das erwartet dich im Discovery Dock

Im Discovery Dock wird der Hamburger Hafen zum multimedialen  Abenteuerspielplatz. Die spektakuläre Erlebniswelt gegenüber der Elbphilharmonie macht Warentransportwege, die Tierwelt der Elbe, die Arbeit der Zollbeamten greifbar. Das Discovery Dock zeigt 24 Stunden im Hafen: Am 3-D-Modell lassen sich Schiffsbewegungen sowie Ebbe-Flut-Strömungsänderungen anhand von Realtime-Daten anschaulich verfolgen. Mit Virtual-Reality-Brillen lässt sich im Führerstand einer Containerbrücke Platz nehmen. Schon mal im Trockendock gestanden? Nicht? Na, dann mal los!

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Foto von Julius Silver von Pexels